Blog-Titel: Tag 87: Wenn die Freiheit 260 Kilo wiegt – Der echte Start in Portugal
Von der Komfortzone auf zwei Räder: Warum meine Weltreise nach Bangladesch jetzt erst richtig beginnt.
Hallo Freunde der Sonne! ☀️
Es ist Tag 87 meiner Reise. Hinter mir liegen Wochen der Vorbereitung und die ersten Etappen im Van. Doch heute markiert einen Wendepunkt: Der Van ist weg, und ich bin endlich dort, wo ich hingehöre – im Sattel meiner Energica Experia. Mein Ziel? Von Deutschland nach Bangladesch. Mein Antrieb? 100% Sonne.
Der Sprung ins kalte Wasser (oder den trockenen Wasserfall)
Die erste Fahrt im Süden Portugals war direkt eine Lektion in Demut. Wer denkt, dass eine E-Motorrad-Weltreise nur aus lautlosem Gleiten besteht, der täuscht sich. Die Realität sieht oft anders aus: 200 Kilometer am Tag können sich anfühlen wie 1000, wenn man die physische Belastung eines vollgepackten Adventure-Bikes unterschätzt.
Die Highlights der ersten Etappe:
- Solar-Power & Wind: In Portugal ist das Netz aktuell zu fast 100% grün. Ein Ladestopp beim Aldi wurde so zur Demonstration für nachhaltiges Reisen.
- Engineering im Feld: Ein kleiner Sturz hat meine Kofferverschlüsse verbogen. Ohne Werkstatt heißt es dann: Improvisieren, biegen und hoffen, dass alles hält.
- Die Grenzen der Freiheit: Ich wollte an einem Wasserfall campen, doch der war staubtrocken. Beim Versuch, das schwere Bike im Gelände zu wenden, wurde mir klar: Freiheit hat Grenzen, wenn das Motorrad 260kg wiegt und der Untergrund nachgibt.
Warum ich mein Budget für ein Hotel gesprengt habe
Ich bin ehrlich zu euch: Nach 400 Kilometern in zwei Tagen war ich am Ende. Die Kälte, die Erschöpfung und der Rücken haben mich dazu gezwungen, für eine Nacht eine feste Unterkunft zu suchen. 60 Euro – eigentlich viel zu teuer für mein Budget. Aber manchmal muss man investieren, um am nächsten Tag wieder angreifen zu können.
Was kommt als Nächstes?
Begleitet mich auf diesem Weg – es wird hart, es wird staubig, aber es wird legendär.
Schau dir das ganze Abenteuer im Video an:
