Sturmnacht in der Höhle Folge 14

Tag 107: Sturmnacht in der Höhle

Tag 107 unserer E-Motorrad-Weltreise nach Bangladesch wird zur härtesten Nacht seit dem Einzug in die Cueva Horadada: Der Sturm wirft die Energica um, von der Höhlendecke tropft es unaufhörlich, es gibt kein Feuer – und die Solaranlage muss wegen Steinschlaggefahr eingepackt bleiben.

Der Wind schmeißt das Motorrad um

Kaum ist das Lager im Eingangsbereich der Höhle eingerichtet, zeigt der Berg seine raue Seite. „Als eigentlich gerade alles echt friedlich ist, fällt mir nur auf, dass der Wind das Motorrad umgeschmissen hat“ – die Energica Experia liegt auf der Seite. Mühsam wird sie wieder aufgerichtet und diesmal mit einem Spanngurt gegen die nächste Bö gesichert. Die Höhle hat zwei Eingänge, und der Wind, der hindurchzieht, ist heftig – also wird kurzerhand innerhalb der Höhle umgezogen.

Es regnet – von der Decke

Trocken bleibt es trotzdem nicht: „Es regnet einfach in der Höhle, nicht vom Regen, sondern tropft runter von der Decke.“ Dazu wird es empfindlich kalt. „Es wird kalt, es gibt kein Feuer“ – die Feuchtigkeit sitzt in den Knochen und bringt einen ordentlichen Husten mit. Also heißt es Feuerholz sammeln, um für die nächste Nacht gerüstet zu sein.

Solar-Laden? Zu riskant

Mit 78 % Akku ging es in diese Etappe, doch nachladen ist hier oben nicht drin: „Ich habe ein bisschen Schiss, meine Solarzellen hier aufzubauen. Wenn die Steine von da oben runterfallen, dann sind da garantiert Sprünge in den Solarzellen. Das will ich nicht riskieren.“ Stattdessen verliert das Motorrad über Nacht sogar Akkuleistung – eine bittere Bilanz für ein Solar-Abenteuer.

Die Orte, die eine Reise wirklich ausmachen

Und trotzdem: Zwischen Sturm, Tropfwasser und kaltem Lager wächst die Gewissheit, warum diese Reise so geführt wird. „Das sind die Orte, die so eine Reise wirklich ausmachen“ – ungemütlich, herausfordernd, aber echt. Solovino und ich richten uns auf eine weitere Nacht in der Cueva Horadada ein, entschlossen, auch diese zu meistern.

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