Sturmnacht, Feuer im Gemäuer und ein Doppelregenbogen Folge 12

Tag 103: Sturmnacht, Feuer im Gemäuer und ein Doppelregenbogen

Tag 103 unserer E-Motorrad-Weltreise nach Bangladesch hält uns weiter im Griff des spanischen Südwestens fest – Sturm, ein verlassener Hof als Notunterkunft und am Ende ein Doppelregenbogen, der alles wieder geraderückt.

Sturmnacht unter der Plane

Die Nacht hatte es in sich. Sturm und Regen haben Ausmaße angenommen, wie ich sie selten erlebt habe – ich war die halbe Nacht damit beschäftigt, meine Sachen unter der Plane vor dem Wasser zu retten. Im Kopf nur ein Gedanke: „Ich hoffe, dem Motorrad geht’s gut. Vor allem dem Generator, der sollte eigentlich nicht nass werden.“ Einmal mehr denke ich: diese Sturzbügel sind sehr, sehr wertvoll.

Zuflucht im verlassenen Hof

Als der Morgen graut, suche ich Schutz in einem kleinen, verlassenen Gebäude am Waldrand – ein abgelegener Hof mit einer winzigen Kapelle nebenan. Trocken, windgeschützt, mehr brauche ich gerade nicht. Solovino ist natürlich auch dabei. Endlich ein Dach über dem Kopf, auch wenn es kein gemütliches ist.

Feuer mit nassem Holz – keine gute Idee

Um mich aufzuwärmen und meine durchnässten Sachen zu trocknen, versuche ich, drinnen ein Feuer zu entzünden. Mit nassem Holz. Was als gute Idee beginnt, endet in einer Rauchwolke, die das ganze Gebäude flutet. Also raus damit unter freien Himmel. Mein nüchternes Fazit des Tages: „Feuer drin – einfach keine gute Idee. Also macht das mal besser nicht zu Hause nach.“

Sonne, Solarpower & Pancakes

Dann dreht das Wetter. Die Sonne kommt raus, und das ist mein Stichwort: Solaranlage ausrichten und laden. Mit 64 % Akku gestartet, hole ich mir die kostenlose Energie vom Himmel zurück. Und weil das Leben unterwegs auch schön sein darf, gibt’s frisch gebackene Pancakes – kleines Festmahl nach einer rauen Nacht.

Doppelregenbogen und Aufbruch nach Osuna

Zum Abschied schenkt mir Spanien einen Doppelregenbogen über den Hügeln – einer dieser Momente, für die sich der ganze Schlamm lohnt. Doch der nächste Regen ist schon angekündigt. Also breche ich auf: rund 70 Kilometer Richtung Osuna, wo ein Hostel auf mich wartet. Diesmal will ich dem Wetter eine Nacht lang davonfahren.

One Comment

  1. Gute reise an mich selbst.
    Dies ist ein test Kommentar

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