Tag 105: Sonne, Polizeibesuch und Einzug in die Höhle
Tag 105 unserer E-Motorrad-Weltreise nach Bangladesch bringt endlich den ersten richtigen Sonnentag seit Wochen – perfekt zum Laden mit der Solaranlage. Dazu eine kuriose Polizeikontrolle wegen Solovino, eine spontane Schafjagd und am Ende der Einzug in unser neues, temporäres Zuhause: die Cueva Huradada.
Endlich Sonne – Solarladen mit 28 % Start-Akku
Mit 28 % Akku in Osuna angekommen, zwei Regentage in den Knochen, ist heute endlich der erste richtige Sonnentag seit Beginn der Motorradetappe. Die Energica Experia und der Generator werden in perfekter Ausrichtung zur Sonne aufgebaut. Der Jackery-Generator startet bei 34 %, das Motorrad bei 52 %. „Heute ist tatsächlich auch der erste Tag der Reise, an dem mal die Sonne scheint“, freue ich mich vor der Kamera.
Von 28 auf 62 % – die Rechnung geht am Ende auf
Fünf Stunden Laden bringen fast 20 % mehr Akku, am Ende stehen 62 % und 123 Kilometer Reichweite auf der Anzeige – 7 Kilometer zu wenig bis zur Höhle. Zwischendurch verhaspelt sich die eigene Kopfrechnung kurz live vor der Kamera, löst sich aber schnell wieder auf: „Ich bin mit 28 % hier angekommen, hab jetzt knapp 62.“ Die letzten fehlenden Prozent sollen notfalls über Nacht am Generator nachgeladen werden.
Drei Polizisten, ein bellender Vino
Auf dem Weg zur Höhle, kaum losgefahren, hält ein Polizeiwagen auf dem Parkplatz direkt neben dem Motorrad. Solovino bellt sofort und ausdauernd. Drei Polizisten steigen aus, ziehen nacheinander ihre Schlagstöcke und versuchen im Slalom um Vino herum zum Motorrad und zurück zu kommen – eine Szene, die leider nicht gefilmt werden konnte. Am Ende bekomme ich meine Dokumente zurück mit der Ermahnung, den Hund anzuleinen. „An der Stelle hätte ich ihn anleinen können“, gebe ich im Nachhinein zu.
Ruhetag in Osuna und eine unglückliche Schafjagd
Nach der ersten Dusche und frischer Wäsche seit Tagen geht es ruhiger weiter: ein Tag zum Ausruhen und Erkunden von Osuna, einer kleinen Stadt mit überraschend vielen Attraktionen und jungen Menschen. Auf dem Weg zur Höhle über Feldwege rennt Solovino dann plötzlich einer Schafherde hinterher – minutenlang. „Das arme Schaf, das da um sein Leben laufen musste“, halte ich danach selbstkritisch fest, samt der Erkenntnis, dass Vino in Zukunft nicht mehr alles verfolgen sollte, was vor dem Motorrad wegläuft.
Ankunft in der Cueva Huradada
Der letzte Anstieg zur Höhle ist anspruchsvoll – viel Gasspiel, aber das Motorrad bleibt stehen. Oben angekommen: ein weiter Ausblick, gutes Wetter und die Cueva Huradada als neues, temporäres Zuhause. „Diese Reise ist mehr als nur Kilometer. Sie ist ein Experiment, ein Traum und ein Weg. Ab jetzt hat sie auch ein Zuhause“ – mit diesen Worten endet ein ereignisreicher Tag 105 zwischen Sonne, Polizei und Schafen.

Great content! Keep up the good work!
Thanks for your feedback